Todsicheres Investment



Der Tod ist ein stark überbewertetes Erlebnis. Weder ist es so endgültig, wie einige Religionen behaupten, noch ist uns die Erfahrung unbekannt.


 

Tod ist nichts anderes, als daß unser Bewußtsein unseren gegenwärtigen Körper verläßt.

    Wir üben dies zumindest einmal am Tag, - wenn uns der Schlaf übermannt und unser Bewußtsein in den Traumzustand überwechselt. Dabei ist völlig selbstverständlich für uns, daß wir den Körper nicht mitnehmen. Er bleibt im Bett zurück, während wir in einen 'Traum'-Körper schlüpfen, der sich ebenso real anfühlt wie unsere materielle Form. Und auch im Traum-Modus wechseln wir oft in andere 'Traum-Körper', ohne darüber je Gedanken zu verlieren.

    Nun mögen wir überzeugt sein, daß Traum nur eine seltsame Variante der materiellen Realität ist, - ein leicht abweichender Zustand, in dem wir Aktivitäten innerlich verarbeiten. Klar - dies ist die gängige Ansicht, - doch sollte uns bewußt sein, daß dies nur eine Hypothese ist, eine vage Idee, - und dazu noch eine schlechte. Ohne jede Begründung definiert sie den Traum als unwichtig für unser Leben, und macht nicht einmal den Versuch herauszufinden, was wirklich passiert während wir schlafen.

    Die gängige Ansicht weiß nicht, warum Träume Probleme in neuem Licht erscheinen lassen können, und uns damit oft Zugang zu ungewöhnlichen Lösungen geben. Sie kann nicht erklären, wie Träume es schaffen neue Erfindungen und Kunstwerke zu inspirieren, wie Erfinder und Künstler es vielfach berichten.

    Sie erklärt nicht die vielen außergewöhnlichen Fähigkeiten in unseren Träumen - warum wir darin fliegen können, - imstande sind Gegenstände aus dem Nichts zu erschaffen, - oder nach dem tiefen Fall am Ende vieler Träume immer in einem anderen Körper und einer neuen (Traum-) Umgebung aufwachen.

    Die gängige Ansicht weiß auch nichts damit anzufangen, warum wir immer unser 'Ich', unsere Identität, unser vollständiges Bewußtsein mit all seinen Erfahrungen, Einsichten und Gefühlen mitnehmen, wenn wir unseren materiellen Körper verlassen und in den Traum übergehen.

    Doch genau diesen Mechanismus erfahren wir, wenn wir zum Zeitpunkt unseres Todes den 'materiellen' Körper endgültig verlassen. - Auch im Tod nehmen wir all unser Bewußtsein, all unser Wissen, all unsere Fähigkeiten und Gefühle mit uns, - und selbstverständlich auch unsere Einzigartigkeit, die immer Mittelpunkt all unserer Wahrnehmung ist.

    'Sterben' bedeutet nichts anderes, als nicht mehr in eine Umgebung zurückzukehren, die uns gegenwärtig vertraut ist. Sterben bedeutet das Ende jeglicher Stagnation, das Verlassen aller Sackgassen und unmöglicher Situationen, in denen wir uns verfangen haben. 'Sterben' bedeutet, mit einem jungen Körper in einer frischen Umgebung neu anzufangen.

    Unser Bewußtsein geht weder im 'Nichts' oder im leblosen Nirwana auf, noch wird es ausgelöscht, noch erfährt es auf ewig Hölle oder Himmel. Solange wir Sehnsucht haben, unsere Ideen und inneren Bilder körperlich zu erfahren, solange erhalten wir immer Möglichkeiten, dies auch zu erleben. Dann - wenn dieser Drang nach materiellen Erfahrungen gänzlich befriedigt ist - werden wir wieder das große, souveräne Selbst, das wir tief in uns fühlen, - immens bereichert durch unsere Erfahrungen in materiellen Umständen, denen wir uns freiwillig und völlig bewußt unterworfen hatten.



 

Wir fürchten den Tod nicht

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Das, was wir fürchten, ist nicht der Tod. Was Unruhe in uns auslöst, ist Sterben, - ist die Furcht vor Schmerz und Qual und dem namenlosen, großen Unbekannten an unserem Ende.

    Doch auch hier zeigen uns unsere Träume ein völlig anderes Bild. Wenn wir im Traum gewaltsam sterben - z.B. aus großer Höhe fallen, - trennen wir uns immer vom Körper ehe er aufschlägt. Unser Bewußtsein, unsere Identität befreit sich immer von ihrer Form bevor sie zerstört wird.

    Genau der gleiche Mechanismus funktioniert auch in jeder materiellen Form, die unser Bewußtsein annimmt. Wenn wir zu großen Schmerz, zu tiefen Schock erfahren, werden wir ohnmächtig, ziehen wir unseren Fokus von dieser Welt ab. Unser Bewußtsein wechselt in eine andere Ebene und geht in einen weit friedlicheren Wahrnehmungsmodus über. Es gibt zahllose Berichte von dieser Art Erfahrung.

    Doch nur wenige sterben einen gewaltsamen, schmerzhaften Tod. Die meisten Menschen verlassen ihren Körper problemlos und ohne jede Aufregung während sie schlafen. Die gegenwärtige Angst vor Schmerz und Härte ist größtenteils durch sensationslüsterne Medien-Berichte herbeiführt.

    Und was die Furcht vor dem großen, namenlosen Unbekannten an unserem Ende betrifft, - warum sollten wir uns nicht mit einem weit praktischeren Konzept vertraut machen, als uns die Religionen bieten. Warum sollten wir nicht genau wissen wohin wir gehen, wenn wir unseren gegenwärtigen Körper und die jetzige vertraute Umgebung endgültig verlassen?

    Warum investieren wir nicht ein wenig Zeit herauszufinden, wie unser Bewußtsein wirklich funktioniert, speziell in außergewöhnlichen Umständen, - statt bis zur letzten halben Stunde zu warten, wenn keine Zeit mehr ist, noch etwas zu ändern.

    Schon wenig Wissen dieser Art befreit von großer Angst.



 

Todsicheres Investment

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Bevor wir Geld in eine Firma investieren, prüfen wir gründlich, ob sie Gewinn abwerfen wird. Zum Zeitpunkt unseres Todes jedoch investieren wir alles - all unseren Besitz, all unseren Rang und Status, selbst unser Leben - in ein Unternehmen, über das wir nicht das geringste wissen, in einen Zustand, der mit tödlicher Sicherheit unser Sein grundlegend verändert, und bei dem ungewiß ist, ob oder was wir dabei gewinnen werden.

    Warum nicht etwas weiter denken, als nur das, was wir mit unserem gegenwärtigen Körper und der aktuellen Umgebung erfahren? Warum nicht das Spiel als Ganzes verstehen? Genau zu wissen, wohin wir gehen. -

    Dies gibt uns Einblick, welche unserer jetzigen Ziele und Strategien in diesem neuen Licht wirklich das bringen, was wir davon erhoffen, - und gibt uns auch die Chance etwas zu ändern solange noch Zeit ist.

  • So weiß jeder, daß wir Besitz (Häuser, Wertgegenstände, Konten) nicht mitnehmen können, - weder in unsere Träume, noch wenn wir die jetzige Realität endgültig verlassen -

            - und doch hören wir nicht auf, fieberhaft Spielzeug und Eigentum anzuhäufen, als ob dies möglich wäre.


  • So akzeptieren wir, daß mit dem Tod auch jeder Rang und Status endet -

            - und streben doch nach immer höherem Stand, um schließlich alles zu verlieren.


  • So ahnen wir, daß ichsüchtiger Druck, den wir auf andere ausüben, immer auf uns zurückkommt -

            - und doch stoppt uns dies nicht, andere zu dominieren, nur um in zukünftigen Leben die gleiche Art Unterjochung am eigenen Leib zu spüren.


Es lohnt sich zu wissen, was wir wirklich mitnehmen können -

  • selbstlose Liebe, die wir empfangen und geben, - gelebte, integrierte Erkenntnis, - Fähigkeiten, die wir verinnerlicht haben, - die tiefe Sehnsucht, ein spezielles Gebiet perfekt zu meistern.



Es lohnt sich herauszufinden, welche Art Handlung zukünftige Leben angenehm gestalten -

  • das Manifestieren unserer innersten Ideen und Inspirationen zum jetzigen Zeitpunkt, auch wenn dies Anstrengung erfordert und unbequem erscheint.



Und es lohnt zu wissen, wie wir uns aus dem endlosen Pendeln zwischen Traum und materieller Realität befreien -

  • die Sehnsucht, wieder das souveräne, majestätische Wesen zu werden, das wir tief in uns fühlen, - und dann das Konfrontieren unserer ungelösten Herausforderungen, das immer höhere Ebenen öffnet, bis wir das Ziel erreichen.


    All dies bereichert nicht nur die Zukunft, sondern auch all unser jetziges Leben.

    Wollen Sie wissen, ob all dies wahr ist? - Probieren Sie es aus! - Nur theoretisch darüber zu diskutieren gibt diese Erkenntnis nicht.



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Autor:  Hermann Kuhn
Buch:  
'Unbekannte Horizonte'

ISBN: 
978-3-9811466-7-7
Copyright 2008 Crosswind Publishing, Wunstorf, Germany


Als pdf-Datei verfügbar in  DOWNLOADS

www.unbegrenzte-horizonte.de


 

 

 


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